Julias Intermezzo – Zwei Wochen auf Fiji

Idylle

16. November 2015 • Fiji • Views: 4654

Am Flughafen decke ich mich mit Paracetamol ein und trinke einen letzten Kaffee mit Laura, die die letzten drei Tage bei uns gewohnt hat und nun zurück nach England fliegt. Dann wird mein Flieger ausgerufen und wenig später hebe ich ab Richtung Fiji.

Wow, habe ich das echt durchgezogen? Ohne Malte, ganz allein in die Fremde? Es ist kaum zu glauben, wie sehr man sich an die Anwesenheit eines Menschen gewöhnen kann, so sehr sogar, dass man sich ohne seine Meinung quasi entscheidungsunfähig fühlt. Während ich im Flieger mit den Tränen kämpfe (ich vermisse ihn jetzt schon!), schaltet sich gleichzeitig meine Ratio wieder ein und fragt, obs eigentlich hakt. Ich bin mit 19 Jahren mutterseelenallein nach Australien geflogen und bin eigentlich für meine grenzenlosen Extrovertiertheit bekannt. Was soll diese Unsicherheit? Es ist gut, dass ich mal wieder alleine etwas Neues unternehme. Ich kann mich allen Ernstes nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal etwas nur für mich gemacht habe. In Deutschland habe ich entweder gearbeitet, gespielt oder bin mit Malte unterwegs gewesen. Ganz alleine war ich nie.

Mit dieser neuen Erkenntnis entspanne ich mich langsam und beginne, mich auf die vor mir liegenden Wochen zu freuen. Ich habe mich so gut wie gar nicht über Fiji informiert und fliege quasi ins Blaue hinein. Ein echtes Abenteuer!

Neuseeland von oben

Neuseeland von oben

Am Flughafen werden wir am Ende der Gangway von einer ganzen Band empfangen – Wahnsinn, sind die gut drauf! Die fröhliche Musik zaubert mir ein breites Honigkuchenpferdgrinsen aufs Gesicht. Als ich den Transitbereich verlasse, schlägt mir die tropisch-warme Luft entgegen und ich treffe wenig später meinen Shuttlefahrer, der mich in mein Resort bringt.

Ganz recht, hier heißt das nicht Hostel, sondern Resort. Ich komme mal wieder im Dunkeln an und sehe lediglich, dass das Restaurant direkt am Strand liegt. Das Abendessen ist recht westlich, aber lecker. Die aufwallende Krankheit schickt mich leider schon um neun Uhr ins Bett, wo ich noch ein wenig lese und später noch eine nette Zimmerkollegin aus – jetzt kommt’s – Karlsfeld bei München kennen lerne. Deutsche sind einfach ü-ber-all.

Herunterfahren auf Fiji Time

Am nächsten Morgen wache ich ausgeschlafen, aber eindeutig krank im Paradies auf. Die Sonne scheint, ein erfrischender, leichter Wind weht, während ich mein ausgezeichnetes Frühstück einnehme. Den Rest des Tages verbringe ich damit, im Halbschatten abwechselnd in einer Hängematte oder auf einer Poolliege zu chillen und zu lesen. Herrlich, ich hatte schon lange keine Zeit mehr für sowas. Melanie, meine Zimmerkollegin, gesellt sich irgendwann auch dazu und gemeinsam genießen wir die Sonne und die Aussicht.

Nachmittags habe ich dann den Katalog mit der klassischen Backpacker-Route, Inselhopping auf den Yasawa Islands, auswendig gelernt und buche meine Reise am Travel Desk im Resort. Ich werde insgesamt auf drei Inseln stoppen für jeweils drei bzw. vier Nächte. Dazwischen verkehrt täglich eine Fähre. Ich bin froh, neben Paracetamol auch die Ingwerpastillen gegen Seekrankheit eingepackt zu haben.

Am nächsten Tag ziehe ich das gleiche Programm noch einmal durch: lesen, entspannen, essen. Abends gehe ich mit Melanie und Vicky, einer lustigen 21-Jährigen, noch ein Gläschen trinken, bevor ich am nächsten Morgen um 7 Uhr in den Shuttlebus zum Pier steige.

Gold Coast – Krankheit und Tropensturm

Je weiter nördlich der Yasawa Cruiser fährt, desto stürmischer wird es. Unterwegs bieten sich mir jedoch ein paar nette Aussichten:

Mein erstes Resort liegt ganz im Norden der Yasawagruppe – ich wollte den schlimmsten Teil der Fahrt gleich zu Beginn hinter mich bringen. Nach fünf Stunden Bootsfahrt erreiche ich meinen Ausstiegspunkt, von dem ich mit einer winzigen Nussschale zur Anlegestelle meines Resorts gebracht werde.

Das Gold Coast Inn Resort befindet sich leider auf der Seite, die dem aufziehenden Sturm komplett ausgesetzt ist. Der Himmel ist grau, die Palmen biegen sich im Wind und das Meer ist ein fantastischer Anblick in verschiedenen Türkis- und Goldtönen.

Ich und meine beiden Mit-Neuankömmlinge, zwei Jungs im zarten Alter von 18 Jahren, werden erstmal mit einem köstlichen Mittagessen versorgt. Insgesamt sind wir nur vier Gäste heute Nacht, und morgen bin ich dann ganz allein. Aufgrund des Sturms gibt es in unserem Resort nicht besonders viel zu tun. Das kommt mir mit meiner Krankheit ganz gelegen und ich verbringe den Nachmittag nach einem kurzen Strandspaziergang in meiner zugigen Strohhütte und schlafe.

Auch am nächsten Tag liege ich hauptsächlich im Bett und lese. Heute ist das Fieber so richtig ausgebrochen und ich bin dankbar, als gegen Mittag meine Burenkollegin abreist und ich in das große, bequeme Doppelbett umziehen kann.

Das Resort wird von einer Familie geleitet, die sich wirklich rührend um mich kümmern. Ich bekomme den ganzen Tag heißen Tee und sie kochen mir sogar eine Hühnersuppe, damit ich wieder auf die Beine komme. Die Atmosphäre ist wirklich sehr familiär hier und ich bin froh, dass ich nicht ausgerechnet im Party-Resort krank geworden bin.

Abends verratsche ich mich mit Emma, einer jungen, wunderschönen Fijianerin. Sie ist seit 3 Jahren hier, seitdem sie in ihrem alten Job, Lehrerin auf dem Festland, einen Burnout erlitten hat. Ihr jetziger Ehemann hat ihr damals angeboten, eine Stelle hier im Resort anzunehmen. Seitdem lebt sie hier, auf einer Insel, auf der man das Gefühl hat, die Zeit vergeht halb so schnell wie sonst wo. Ihr Ehemann bringt mir ein paar Tricks beim Ukulelespielen bei und ich fühle mich pudelwohl in meinem Exil.

Am nächsten Tag kommt eine neue Gruppe an Reisenden an, die vom Sturm und der toten Hose hier oben sichtlich geschockt sind. Vor allem die zwei Mädchen, die bei mir in die Bure kommen, hören gar nicht mehr auf sich zu beschweren. Ich fühle mich zusehends gestresster von diesen beiden Meckerziegen – ich mag es hier. Die Familie ist nett und auch wenn hier wirklich nichts geboten ist, geben sie sich wirklich große Mühe, unseren Aufenthalt so nett wie möglich zu gestalten. An einem Nachmittag backen sie uns sogar einen super leckeren Schokoladenkuchen.

Mir geht es am nächsten Morgen endlich wieder so gut, dass ich mit den anderen einen Spaziergang in die Blue Lagoon unternehme. Romeo, der Hund unserer Gastfamilie kennt den Weg über die Hügel und führt uns ohne Herrchen auf den richtigen Weg. Die Lagoon liegt auf der windgeschützten Seite der Insel – das Wetter ist hier jedoch auch weit entfernt von paradiesisch.

Wir verbringen den Nachmittag mit einem Strandspaziergang, einer Sprite in der Beachbar des Luxusresorts hier und dann geht es auch schon wieder zurück. Ich kaufe mir abends ein selbstgemachtes Muschelarmband von Emma und nach einem weiteren schönen Abend mit gemeinsamen Ukulele- und Gitarrenspiel geht es wieder gegen christliche 22 Uhr ins Bett. Um diese Uhrzeit schaltet die Familie den Stromgenerator ab und im Dunkeln ist hier tatsächlich noch weniger zu tun als mit Licht.

Und dann geht es gegen Mittag des fünften Tages wieder zurück zur Fährensammelstelle. Aufgrund des Sturms wird nur unser Gepäck mit der Nussschale um die Insel herum transportiert. Wir laufen zu Fuß zur Blue Lagoon und nehmen von dort ein anderes kleines Boot, das uns zur Fähre bringt. Die anderen verkriechen sich alle in der Lounge, während ich es mir an der frischen Luft bequem mache. Nach nur zwei Stunden Fahrt (auf der das Wetter wieder besser wird), taucht mein nächstes Resort auf: White Sandy Beach.

White Sandy Beach – Der wahrgewordene Südseeinseltraum

Wir müssen ca. 50 Meter durch Seetang und Korallen waten, um den Strand des Resorts zu erreichen, da Ebbe herrscht. Bereits nach 20 Metern hören wir auf einmal Gitarren und fröhliches Singen: Ein Teil der Belegschaft steht am Strand und heißt uns mit einem fröhlichen Bula-Song (Bula heißt Hallo) willkommen! Das geht ja gleich ganz anders los als in Gold Coast. Die Bucht von White Sandy Beach ist außerdem windgeschützt und die Sonne ist kurz davor, durchzubrechen. Habe ich also doch noch eine Chance mit meinem Südseetraum?

Wir werden nach einer kurzen Einweisung in die Essens- und Aktivitätenzeiten des Resorts zu unserem Dorm geführt. Ich schlafe hier zwar nicht in einer Bure – aber meine Güte, so ein schönes Dorm habe ich noch nie gesehen. Es gibt genau zwei Stockbetten am hinteren Ende des Zimmers. Die anderen Betten befinden sich auf Hüfthöhe und sind mit extrem bequemen Matratzen bestückt und in einem warmen Rotbraun gestrichen. Drei der vier Wände bestehen aus großen Fenstern und lassen durch die Vorhänge ein verträumtes Licht hinein. Wundervoll.

Wir kommen gerade rechtzeitig zum Afternoon Tea, bei dem ich Vicky, die nette Deutsche vom Festland wiedertreffe. Ich merke jedoch bald, dass mir gerade nicht nach Socialising ist und verziehe mich mit meiner Ukulele und dem Lehrbuch „Ukulele for Dummies“ (ja, das habe ich mir echt gekauft) in eine Hängematte am Strand.

Am Abend lerne ich dann den Rest der Gäste und Gastgeber kennen. Nach dem Abendessen veranstaltet diese Resort nämlich Spiele für alle, bei denen man sich unweigerlich näher kommt. Man kommt sich zwar etwas albern vor und fühlt sich endgültig wie ein All-Inclusive-Tourist (der man hier ja auch ist), aber zum Glück bin ich meine Allüren von vor zehn Jahren inzwischen los und amüsiere mich köstlich beim Ringelpietz-mit-Anfassen, Eierlauf und Blindekuh-Spielen.

Gastgeber beim Tanzen

Gastgeber beim Tanzen

Am nächsten Morgen fahren wir zum Schnorcheln. Hier um die Ecke gibt es ein paar hübsche Korallengärten und außerdem einen beliebten Sichtungsort für Mantarochen. Der Rochen hat sich leider seit zwei Wochen nicht blicken lassen, was die Locals dem seltsamen Wetter zuschreiben. Der Grund für den Sturm ist wohl ein Hurricane, der auf dem Pazifik tobt und Regen und Wind nach Fiji schickt. Die See ist daher beim Schnorcheln sehr stürmisch und die Strömung stark. Ich muss so gut wie nicht schwimmen, während Fische und Korallen an mir vorbeiziehen.

Den Nachmittag verbringe ich wieder nur mit Lesen und Ukulele spielen. Herrlich. Ich habe bereits 4 Bücher gelesen, seit ich hier bin. Keiner stört mich, keiner will irgendwas. Die Vorzüge des Alleinreisens werden mir hier wieder deutlich. Ich kann kompromisslos machen, was ich will. Wenn mich meine neuen Freunde fragen, ob ich Lust auf irgendwas habe, kann ich ohne schlechtes Gewissen einfach nein sagen – oder ja. Ich merke, wie sehr mir meine Me-Time auf der Reise gefehlt hat und bin daher tagsüber ziemlich antisozial. Abends setze ich mich dann gerne zum gemeinsamen Kartenspiel dazu.

Am nächsten Tag lasse ich mich von einem jungen Engländer dazu breitschlagen, mit ihm das nahe gelegene Dorf zu besuchen. Ich sträube mich, weil ich mir schon vorstellen kann, was mich erwartet, als die Rezeptionistin den Trip mit „visiting the school and the local town hall“ anpreist. Aber der Kerl will unbedingt und sonst ist gerade niemand da, also willige ich ein.

Es wird dann genau so, wie ich es erwartet habe. Nach einem Besuch in der Dorfkirche werden wir zum Schulcampus gebracht. Die ca. 60 Kinder im Grundschulalter unterbrechen ihren Unterricht, um für eine Spende ein paar Tänze aufzuführen (weder der Engländer noch ich haben Geld dabei). Wenigstens haben die Kinder eindeutig weitaus mehr Spaß dabei, uns etwas vorzuführen als dem Unterricht zu folgen. Als wir beide dann anfangen, den Tanz mitzutanzen, brechen sie in haltloses Gelächter aus, weil der Engländer es ziemlich drauf hat, seine Hüften wie ein Mädchen zu schwingen.

Danach statten wir der „Town Hall“ einen Besuch ab, ein leeres Gebäude, auf dessen Boden die Dorffrauen billigen Ramsch als Souvenirs anpreisen. Wir kaufen nichts und lächeln nervös und dann geht es auch schon per Boot zurück zum Resort. Auf der Hinfahrt wurde aufgrund des harten Wellengangs mein Rucksack im Staufach des Bootes ca. 10 Minuten heftig auf den Boden geschlagen – das Resultat ist nun, dass die Kamera kaputt ist. Diesen Trip hätte ich mir echt sparen sollen.

Den Nachmittag verbringe ich wie üblich. Es kommen viele nette neue Leute an, mit denen ich mir eine schöne Zeit beim Abendessen und den Games mache. Heute ist auch endlich die Nacht klar genug für ein prasselndes Lagerfeuer, an dem wir Gitarre und Ukulele spielen und ich mich mit Anna, einer Deutschen vom Bodensee, verratsche.

Den nächsten Tag nutze ich noch einmal zum Schnorcheln am Honeymoon Beach, ein Strand auf der anderen Seite der Insel. André, Anna, ein weiterer Kerl und ich laufen die zehn Minuten rüber und finden außer Sand und ein paar Muscheln leider nichts Aufregendes, weshalb wir bald wieder umkehren.

An unserem eigenen Strand sieht es gleich ganz anders aus: Riesige blaue Seesterne, ein intaktes Korallenriff und tonnenweise Fische vertreiben Anna und mir die Zeit, bis mein Schiff kommt und mich zu meiner letzten Insel bringt.

Bounty Island – Kava, Gin und Bettwanzen

Nach einer weiteren angenehmen Fahrt mit toller Aussicht erreiche ich in tiefster Dunkelheit Bounty Island.

Dieses Resort schmückt sich mit der Bewertung „2 Kokosnüsse“, was bedeuten soll, dass es hier etwas schicker zugeht als in meinen bisherigen Resorts. Nach einer wie üblich sehr freundlichen Begrüßung werden wir zuerst zum Abendessen geschickt – und das schmeckt fabelhaft. Auf White Sandy waren die Portionen winzig und nicht besonders lecker. Das ist hier anders und ich verspeise mein hauchzartes Hühnchen mit Kartoffeln und Gemüse in Windeseile, gefolgt von einem leckeren Kuchen. Die Nähe der Insel zum Festland zahlt sich offenbar kulinarisch aus.

Danach werde ich in einen unpersönlichen, mit Neonlicht erhellten Riesenschlafsaal mit Stockbetten geführt. Das Dorm ist das Hässlichste aller Unterkünfte bisher. Naja, dafür gibt es eine Bar (gabs bei den anderen Resorts nicht), 24 Stunden Strom und sogar einen Swimming Pool. Ich werde schon klarkommen.

Das Resort ist eindeutig eher für Paare in meinem Alter gemacht. Wo ich auf den nördlicheren Yasawa-Inseln eher das Gefühl hatte, die einzige Frau Ende Zwanzig zu sein, bin ich hier in bester Gesellschaft. Schon lustig irgendwie. Auf einmal vermisse ich Malte sehr und schaue neidisch den anderen zu, wie sie gemeinsam essen und lachen. An diesem Abend lerne ich niemanden kennen und sitze lesend am Pool, bis ich gegen zehn ins Bett gehe.

Am nächsten Tag umlaufe ich meine Insel. Bounty Island ist winzig, es gibt nur ein einziges Resort auf ihr. Man hat die Insel innerhalb von 30 Minuten umkreist.

Den Rest des Tages lese ich im Schatten, unterbrochen vom Mittagsbuffet, bei dem ich Jan und Eva aus Österreich kennen lerne. Die beiden sind auch auf Weltreise, wenn auch nur für zwei Monate. Nächster Stopp ist für sie Chile.

Abends nehme ich dann zum ersten Mal an einer Kavazeremonie teil. Kava ist die Nationaldroge Fijis, ein Pulver aus zerstoßenen Wurzeln wird mit Wasser vermengt und getrunken. Es hat eine entspannende Wirkung, vergleichbar mit Opiaten, nur viel schwächer. Es sieht aus und schmeckt wie eine schlammige Pfütze, grauenhaft. Man muss seinen Becher leider exen und der gute Mann hat mir ordentlich eingeschenkt. Heldenhaft meistere ich diesen Teil der Zeremonie und vergesse dafür den Rest. Man muss davor und danach ein paar Mal klatschen und darf den Becher keinesfalls mit nur einer Hand an den Zeremonienmeister zurückgeben. Mein Mund ist taub.

Beim Abendessen bin ich dafür nun wirklich sehr relaxt und unterhalte mich nett mit Kirsty und Michelle aus England als auch mit den Österreichern. Danach betrinken wir uns wüst mit Gin Tonic an der Bar – habe ich das also auch noch gemacht während meines Strandurlaubs.

Am nächsten Morgen müssen ich und mein französischer Zimmerkollege feststellen, dass wir beide die für Bettwanzen typischen roten Bisse an den Beinen haben. Na toll. Wir sagen an der Rezeption Bescheid und werden prompt in ein anderes Zimmer verlegt und unser Gepäck wird gesprayt. Na das nenne ich mal effizient. Den Tag verbringe ich dann – ihr habt’s erraten – mit Lesen. Mittags leihe ich meine Ukulele mal wieder der fijianischen Belegschaft, die während des Essens für uns aufspielt. Als ich sie zurück bekomme, riecht sie nach Küche.

Abends verschwinden wir alle recht früh in unsere Zimmer – der Kater vom Vortag sitzt. Am nächsten Tag heißt es dann Abschied nehmen für mich und ich werde in einem winzigen Boot über furchterregend hohe Wellen zurück aufs Festland direkt zum Bamboo Resort, wo ich schlafe, gebracht. Hier lerne ich abends zwei nette Israelis kennen und nehme mit ihnen und meiner Ukulele an einer fetten Kavaparty teil, wo ich fröhlich mit den Fijianern gemeinsam populäre Gassenhauer schrammle.

Am nächsten Morgen stehe ich dann um 6 Uhr früh auf und fahre zum Flughafen. Mein Solotrip ist vorbei und ich lande mittags tiefenentspannt und braungebrannt im kalten Christchurch.

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4 Responses to Julias Intermezzo – Zwei Wochen auf Fiji

  1. Brigitte sagt:

    Ich bin schon viel zu lang daheim….

  2. […] uns mit voller Wucht, als wir das Flughafengebäude verlassen. Endlich, nach zehn Monaten (minus zwei Wochen Fiji für mich) fröstelnd bis schlotternd im windigen, regnerischen Neuseeland freuen wir uns auf fünf […]

  3. […] nach dem Boot-Debakel auf Fiji unsere zweite Kamera in Bali den Sand-Tod gestorben ist, hat Malte für Singapur einen Kamerakauf […]

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