Gili Air und Ubud – Chillen und Kultur

13. April 2016 • Bali • Views: 4619

26.01. 2016

Die Überfahrt von Bali nach Gili Air ist ziemlich ungemütlich. Das Schiff schaukelt furchterregend auf der grauen, welligen See. Malte ist trotz Ingwerpastillen ziemlich schlecht, ich rette mich in eine mehrstündige Meditation und Felix findet’s total geil. Er will später mal zur See fahren und Nautik studieren. Die physischen Voraussetzungen hat er anscheinend schon mal.

Das Speesboat wird zum Spielball der Wellen.

Dafür erwartet uns auf Gili Air eine schnuckelige, kleine Insel, voll touristisch erschlossen, aber dennoch sehr sympathisch und entspannt. Unser Hotel, Satu Tiga Cottage hat sogar einen Salzwasserpool und wir beziehen zwei echt tolle Zimmer, die ohne den Deal, den ich auf booking.com geschossen habe, eindeutig nicht in unserer Preisklasse liegen würden.

Wir legen nur kurz unsere Rucksäcke ab und gehen dann ohne große Umwege ins Meer zum Schnorcheln. Dafür sind die Gili Islands unter Anderem berühmt. Wir haben sofort ein Riesenglück und entdecken eine Meeresschildkröte, die entspannt durchs Wasser gleitet. Wir können es gar nicht fassen – da schwimmt man 50 Meter von seinem Hotelstrand raus und befindet sich mitten im schönsten Korallengarten mit tonnenweise Fischen und sogar Schildkröten! Wir wissen schon jetzt, dass wir am Liebsten für immer bleiben würden.

Abends treffen wir wieder auf Reli und Ash und gehen mit ihnen und ihren Freunden in ein sauteures, dafür sehr leckeres und schickes Seafood-Restaurant direkt am Strand. So lässt es sich leben.

27.01.2016 – 30.01.2016

Meine Schwester Melanie kommt heute auf den Gilis an. Sie besucht uns für ein paar Tage, ist aber auf der Durchreise nach Australien. Malte und ich sitzen stundenlang am Hafen, erst im Café, dann direkt am Pier und warten Schiff nach Schiff auf ihre Ankunft. Nach unseren letzten Informationen hätte sie gegen zehn Uhr vormittags ankommen müssen. Um zwölf ist sie immer noch nicht da. Zum Glück hat man auf Inseln ja generell nicht sehr viel zu tun, weshalb wir es uns gemütlich machen und schon mal zu Mittag essen. Und auf einmal sehe ich, wie sie mit einem riesengroßen Lächeln auf uns zukommt. „Ich war auf der falschen Insel, ich wusste nicht, dass es drei Gilis gibt und hab einfach irgendwas gebucht!“ Ich könnte mich ausschütten vor Lachen, so typisch ist das.

Die nächsten Tage verbringen wir mit süßem Nichtstun, Schnorcheln, Beach Parties, Essen und einer Menge Lobster. Auf Gili Air ist es recht einfach, an Lobster heranzukommen – die Küstenwache hat hier keine Station und die Einheimischen angeln ihn selbst.

Gili Air ist herrlich komfortabel. Nach wochenlangem Schlafen im Auto oder Zelt und nach unserem feuchtfröhlichen Roadtrip durch Balis Berge kommt Malte und mir eine kleine, touristische Trauminsel gerade recht. Zwischen günstigem indonesischen Essen und teurem, aber grandiosen Käsekuchen gibt es nichts, was die Restaurants auf Gili Air nicht anbieten. Die Insel lässt sich bequem mit dem Rad umrunden, was wir aber nur einmal machen – Rumliegen ist viel angenehmer.

Zum Glück ist das Wetter nach dem ersten Tag perfekt, sonnig oder so leicht bewölkt, dass man gerade keine Mütze braucht, um dem Sonnenstich zu entgehen. Nur abends duscht es ein paar Mal und einmal erleben wir, als wir zu viert in einer der Bambusstrandhütten mit etwas Lobster chillen, ein nächtliches spektakuläres Blitzgewitter, das seine volle Wucht über unseren Köpfen und später ins Meer entlädt.

Die Tage gehen so schnell ins Land, dass wir schon fast überlegen, noch länger hier zu bleiben. Melli hat sehr zu all unserer Freude beschlossen, ihren ursprünglichen Flug nach Melbourne verfallen zu lassen und noch eine Woche mit uns dranzuhängen. Unser Hotel hat dann jedoch nichts mehr frei, weshalb wir uns an einem sehr stürmischen Tag in unser Speedboat zurück nach Bali setzen.

Die Wellen setzen Malte und mir ziemlich zu, während Melli und Felix das stete Auf und Ab ziemlich feiern. Während ich es schaffe, mit einer zweistündigen Dauermeditation und Ingwerpastillen die Fahrt ohne Malheur zu überstehen, entdeckt Malte, dass er nicht das Zeug zum Seemann hat und hängt die Hälfte der Fahrt über der Reling. Ich bin froh, dass er seine Selbstbeherrschung nicht komplett verloren hat, als er mir später erzählt, dass er eine Weile mit dem Gedanken gespielt hat, sich über Bord zu werfen, um dem schrecklichen Schaukeln zu entkommen.

so eine Horrorfahrt

so eine Horrorfahrt

31.01.2016

Wir kommen gegen Nachmittag in Ubud an und suchen uns eine Unterkunft. Obwohl wir um unser Sudana Homestay wissen, checken wir nicht sofort dort ein, sondern entscheiden uns für ein sehr luxuriös anmutendes Hotel mit Pool, das sich abends als die zweitschlechteste Unterkunft Balis herausstellt. Die Kissen schimmeln mal wieder, es gibt so gut wie kein Licht in den Zimmern und dazu kommt, dass zwischen der Zimmerwand und dem hohen Strohdach nur eine dünne Rattanwand uns von unseren Nachbarn trennt. Wir können uns in normaler Lautstärke mit Melli und Felix im anderen Zimmer unterhalten. Nachts hören wir einem lesbischen Paar erst beim Streiten und dann beim Sex zu.

01.02.2016

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und ziehen ins Sudana Homestay um. Made, die Besitzerin, ist vor Freude ganz aus dem Häuschen. Sie scheint zu dieser Jahreszeit nicht viel Kundschaft zu sehen, was uns sehr verwundert. Ihr Homestay ist ein absolutes Kleinod mitten in der Innenstadt Ubuds.

Sudana Homestay

Sudana Homestay

Dann geht es in den berühmten Monkey Forest, der durch den leichten Regen sehr leer anmutet, obwohl er eine Hauptattraktion Ubuds ist. Es handelt sich um einen verwunschenen Regenwald, der ein paar Tempel verschiedener hinduistischer Gottheiten beheimatet – und eine Horde halbwilder Affen, die in den Bäumen und auf den Tempelgebäuden herumtanzen und alles fressen und klauen, was nicht niet- und nagelfest ist. Ich nehme vor Betreten des Monkey Forests sogar meine Piercings heraus, nur um sicher zu gehen.

Im Endeffekt ist es aber alles halb so wild. Die Affen sind sehr süß und nur untereinander etwas ruppig, wenn es um Essen geht. Man kann von ein paar älteren Damen einen Bund Bananen kaufen und ihn an die Affen verfüttern. Sie springen einem sogar auf die Schulter und fressen einem aus der Hand – sie haben schon lange verstanden, was die menschliche Kameralinse für ihren Social Media-Feed braucht.

Nach einem Mittagessen in einem günstigen Warung, eine Seltenheit in Ubud, schwingen wir uns wieder auf unsere gemieteten Fahrräder und machen uns auf eine Erkundungsfahrt in den Norden Ubuds. Wir entdecken hübsche Häuschen, reizende Reisfelder und eine Brücke, von der wir in einen dunkelgrünen Dschungel starren, der bis tief unter uns an die Ufer eines kleinen Flusses säumt. Kinder winken uns und schreien begeistert „Hellooooo!“, alte Menschen lächeln und grüßen und die zwei Fußballmannschaften junger Männer legen sich extra hart ins Zeug, als sie uns beim Beobachten entdecken. Als krönenden Abschluss essen wir am Straßenrand ein exzellentes Satay, bevor wir wieder bergab in die Innenstadt rollen.

02.02.2016

Heute steht eine weitere Attraktion Ubuds auf dem Programm: Die Elephant Cave. Die Höhle an sich sieht nicht aus wie ein Elefant, jedoch stehen Elefanten-Statuen davor. Sie ist eine der ältesten religiösen Stätten Balis und war einst Teil eines alten Tempels, der jedoch zerstört wurde.

All das erfahren wir von einem freundlichen Tempeldiener, der uns über das Gelände führt. Nach der Höhle steigen wir mit ihm über eine lange Treppe in den Dschungelteil des Tempels ab, wo er uns zeigt, wie eine Fußmassage a la Natura aussieht. Einer der Bäume hat ein sehr prominentes Wurzelwerk, über das man für maximale Entspannung barfuß läuft und von den unterschiedlichen Formen der Wurzeln die Blutzirkulation auf Trab gebracht wird.

Gegen Ende der Tempelführung setzt unser Guide einen verschwörerischen Blick auf: „Do you want to try Luwak Coffee?“ Malte und ich kennen den berühmten Katzenkot-Kaffee schon, Felix und Melli noch nicht. Daher stimmen wir zu und werden mit einer abenteuerlichen Wanderung mitten durch den wild wuchernden Wald belohnt. Wir nähern uns dem Café von hinten über einen kaum sichtbaren Trampelpfad. Unserem Guide macht es sichtbar Freude, uns so unkonventionell zu einer offensichtlichen Touristenfalle zu führen.

Die Angestellten im Café sind genauso nett wie der Guide und bieten uns zu einem vollkommen vertretbaren Preis all ihre Tee- und Kaffeesorten in winzigen Gläschen zum Probieren an. Wir entdecken köstliche Geschmacksrichtungen wie Rosella, Ginseng, Vanille, Ingwer, Mangostin und so weiter. Am Schluss dürfen wir dann noch die Luwaks beim Schlafen beobachten und geben am Ausgang unserem Guide ein Trinkgeld. Alle sind zufrieden, außer der Sarongverkäuferin, der Felix anscheinend große Hoffnungen gemacht hat, etwas zu kaufen, bevor wir den Tempel betreten haben. Die ist ziemlich sauer.

Danach besichtigen wir eine alte Mauer voller antiker Reliefs, die allerdings recht uninteressant ist. Richtig spannend wird es, als Melli versucht, einen Scooter zu fahren und beim ersten Versuch fast im Graben landet. Sie hat es nach kurzer Zeit jedoch raus und fährt langsam, aber stetig geradeaus.

Wir beschließen, zum Mittagessen in das nahe gelegene Gianyar zu fahren. Da fahre dann ich wieder und Melli sitzt hinten drauf. Wir entdecken nach einem köstlichen Mahl in einer Straßenküche einen untouristischen Markt und lassen uns treiben. Hier wird alles angeboten, von bunt gefärbten Küken über den üblichen Fake-Ramsch bis hin zu Obst und intensiv riechendem Fisch. Aus einer CD-Verkaufsbude tönt knüppelnder Metalcore, was ich auf Bali immer wieder vernehme. Die Jungs hier sind nicht nur alle zutätowiert bis zum Hals, sondern stehen offenbar auch auf die sanfteste Spielart des Genres: harte Riffs, Breakdowns und weinerliche Falsettstimmen.

bei uns färbt man die Eier

bei uns färbt man die Eier

Abends lassen wir den ereignisreichen Tag in einer Bar mit einer sauguten Liveband ausklingen, die dermaßen den Blues hat, dass die Bandmitglieder statt zierlicher Balinesen auch locker Schwarze aus New Orleans sein könnten. Dazu gibt es vor allem für Melli und Malte Cocktails mit dem lokalen Kokosnussschnaps und dem klingenden Namen Arak Attack. Und um Mitternacht hat Malte Geburtstag.

03.02.2016

Zu seinem Ehrentag hat sich der Jubilar eine Motorradtour gewünscht. Diese verwehren wir ihm nicht und fahren trotz zweifelhafter Wetterprognose los. Die Berglandschaft ist, wie immer, wunderschön, da kann auch kein Regen etwas daran ändern. Aber zu Beginn ist der sowieso eher harmlos. Den ersten richtigen Monsun gibt es mittags und wir stellen uns bei einer netten Gruppe junger Männer unter, die im Nebenraum Fifa zocken.

hier regnet es noch nicht

hier regnet es noch nicht

Unser erstes Ziel sind die berühmten Reisterrassen, die leider fast komplett im Nebel versinken. Was wir jedoch sehen, ist wunderschön.

Nach der Besichtigung eines recht verlassenen Tempels geraten wir auf eine Straße, die den realen Verhältnissen Balis eher entspricht als die gut asphaltierten Highways. Schotter, Schlaglöcher und eine Nicht-mehr-Wohlfühlneigung bergab veranlassen uns dazu, die Bikes langsam hinabrollen zu lassen. Als die Straße wenig später wieder etwas besser wird, kommen wir aufgrund eines umgestürzten Baums gar nicht mehr weiter.

Durch eine kleine Lücke im Geäst schieben Malte und Felix unsere Roller unter der Barriere durch, wobei Malte an einer Stelle stürzt und sich vor meinem inneren Auge schon wieder ausgekugelte Arme, Knochenbrüche und andere Horrorszenarien abspielen. Passiert ist ihm Gott sei Dank nichts.

Und dann wird das Wetter richtig schlecht. Es hört überhaupt nicht mehr auf zu regnen. Wir retten uns mal wieder in ein nettes Café, warten das Schlimmste ab und fahren weiter in Richtung Canggu Beach, wo wir hoffen, Sonne und vielleicht ein paar Surfwellen zu finden. Das stellt sich leider als falsch heraus. Wir fahren vielmehr stundenlang durch absolutes Pisswetter, sehen nichts von der Landschaft außer dem dichten Verkehr rund um Denpasar. Angekommen in Canggu, ist der Regen immer noch genauso schlimm wie in den Bergen und wir fahren nach einem Kaffee und Snack unverrichteter Dinge wieder nach Ubud.

Malte ist etwas enttäuscht von seinem verregneten Geburtstag. Dafür wird der Abend umso besser. Wir gehen fett Pizza essen in einem sehr netten kleinen Lokal und können im Nachhinein über unsere Odyssee lachen.

04.02.2016

Heute ist Schwesterntag, und Schwesterntag bedeutet: Spa! Nach langer Recherche entscheiden wir uns für Relis Tipp und buchen uns im Sedona Spa ein. Die sehr freundliche Besitzerin holt uns mit ihrem Auto aus der Innenstadt ab, eine sehr nette Servicegeste. Vor Ort entscheiden wir uns für das volle Programm: Massage, Full Body Scrub, ein Bad in einer warmen Badewanne voller Blüten, Hair Treatment, Facial, Maniküre, Pediküre. Klingt teuer? Wir haben pro Person 40 Euro bezahlt. Und das komplette Programm war einfach nur perfekt.

Währenddessen haben die Jungs Spaß mit den Motorrädern. Ohne uns lahme Tanten fetzen die beiden den ganzen Tag durch die Berge, nach ihren Erzählungen mindestens dreimal so schnell wie mit uns. Wir treffen uns abends wieder im Guesthouse und nun kommen mir die drei Kulturmuffel nicht aus: Heute sehen wir uns eine Legung-Tanzaufführung an.

Ich habe über diese Aufführungen im Reiseführer gelesen. Da ich die Einzige unserer Gruppe bin, die dieses anscheinend recht anrüchige Buch gelegentlich aufschlägt, freue ich mich auch als Einzige auf die Aufführung. Laut der Beschreibung soll jede einzelne Bewegung der Legung-Tänzer eine Aussage haben. Durch filigranste Bewegungen werden ganze religiöse und profane Geschichten erzählt. Dazu spielt ein ohrenbetäubend lautes Orchester traditionelle Musik, was aber der Erfahrung in keinster Weise einen Abbruch tut. Auch bemerkenswert ist, dass es anscheinend trotz der touristischen Kommerzialisierung der Tänze die Qualität nach wie vor sehr hoch ist. Es ist also fast egal, welche der Dutzenden Aufführungen man sich ansieht – als Laie kommt man auf jeden Fall aus seine Kosten.

Wir gehen zur nächstgelegenen Aufführung zu unserem Hotel, zum alten Königspalast. Aufgrund von Regen wurde die Veranstaltung in den gegenüber liegenden Veranstaltungsraum verlegt, der mit einer reich verzierten Bühne aufwartet und eine tolle Kulisse bietet. Von freundlichen älteren Damen kaufen wir uns ein paar Bier und ich lese den Zettel, der die Handlung der verschiedenen Tänze auf Englisch beschreibt. Die anderen sind immer noch skeptisch, ob diese Veranstaltung nicht todlangweilig wird. Dann geht das Licht aus.

Das Orchester ist tatsächlich ohrenbetäubend und es klingelklongelt für etwa fünf Minuten, ohne dass sich ein Tänzer blicken lässt. Eine Ouvertüre. Ich blicke auf skeptische Gesichter neben mir. Dann kommen zwei Frauen auf die Bühne. Nein, „kommen“ trifft es nicht. Sie schweben, winden, trippeln durch ein Tor im Zentrum der Kulisse über ein paar Stufen nach unten. Die Kostüme sind atemberaubend schön, farbig, gold-glitzernde Kronen, perfektes Make-Up. Und ihre Augen sind geschlossen, während sie in perfekter Synchronisation das gesamte Publikum in ihren Bann ziehen. Minutenlang werden Handgelenke gedreht, Finger gespreizt, kleine Umdrehungen und Fußbewegungen unternommen – alles blind, mit ausdruckslosen Gesichtern. Und dann öffnen sie die Augen. Ich wusste nicht, was für einen überwältigenden Effekt das Öffnen eines Augenpaars auf mich haben kann.

Nach dieser grandiosen Einführung in das Abendprogramm, die auch noch die Weihung der Bühne durch hinduistische Priester in festlichem Gewand beinhaltet, kommt ein gut gelaunter Moderator auf die Bühne und lockert die Stimmung durch gute Witze und einer Vorstellung des vor uns liegenden Programms. Zuerst sehen wir ein paar in sich abgeschlossene Tänze, unter anderem einen Tanz eines Dämons, der fröhlich durch seinen Wald lustwandelt. Sein Kostüm ist atemberaubend. In der zweiten Hälfte des Programms sehen wir eine Geschichte, die mit Liebe, Tod und vielen Hindugöttern und -dämonen zu tun hat.

Nach eineinhalb Stunden absoluter Magie ist der Applaus tosend.

05.02.2016

Unseren letzten Tag auf Bali verbringen Melli und ich mit etwas Shopping. Malte lässt uns bereits nach fünf Minuten allein und auch Felix verabschiedet sich bald von uns, um seine Weiterreise nach Java anzutreten.

Je später es wird, desto nervöser wird Melli. Sie fliegt heute Abend weiter nach Melbourne – ganz allein. Zum ersten Mal in ihrem Leben geht sie als Solo-Reisende in ein fremdes Land. Wir geben unser Bestes, um sie zu beruhigen. Unser Abschied ist herzlich und auch ein klein bisschen traurig.

Später gehen Malte und ich es ruhig an und genießen die plötzliche Ruhe um uns. Die letzten vier Wochen waren wir so gut wie nie allein. Einerseits Balsam für die Seele, dass so viele liebe Menschen von zuhause uns auf unserer inzwischen schon wirklich langen Weltreise besuchen. Andererseits merken wir, wie wenig Zeit wir im letzten Monat für uns alleine hatten. Schon seltsam, wie sehr man sich daran gewöhnen kann, seine gesamte Zeit mit nur einer Person zu verbringen.

Am nächsten Morgen geht es vormittags zum Flughafen und ab nach Singapur, nach Bangkok und Kuala Lumpur die dritte auf unserer Liste der asiatischen Megacities.

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