Routenplanung einer Weltreise

1. April 2014 • Vorbereitungen • Views: 3793

Die ersten Monate nach unserem Entschluss, auf Weltreise zu gehen, waren zwei Themen wichtig: Welche Route wir nehmen und wie viel Geld wir dafür brauchen werden. Das einzige Land, das von Anfang an feststand, war Neuseeland, da wir uns dort ein Work&Travel-Visum holen möchten und einen Teil der Reise so finanzieren wollen.

Erste Ideen und deren Umsetzbarkeit

Freunde, ich sags euch: die Welt ist ein schöner Ort. Wir haben uns gedacht, dass wahrscheinlich ein guter Anfang wäre, eine Länder-Favoritenliste zu erstellen, die uns am meisten faszinieren und die unbedingt bereist werden müssen. Nur wo fängt man da an? Meine erste Liste sah ungefähr so aus:

Länder-Favoritenliste

Ich bin ein sehr realistischer Routenplaner.

Würde man also versuchen, diese Top 10 meiner Reiseländer in eine logische Abfolge zu bringen (was ich mit dem Weltreiseplaner der Star Alliance natürlich getan habe), hätte man folgende Route:

Fantasie-Reiseroute

Der RTW-Routenplaner von Star Alliance hat diese Route als ungültig bewertet, weil sie zu lang ist.

Sieht gar nicht so übel aus eigentlich, oder? Ich meine, wenn man sich zielsicher die teuersten aller Reiseländer (Japan, USA) aussucht, mit einem Transpazifikflug kombiniert und einen kleinen Abstecher in eine neue Himmelsrichtung (Südafrika) einplant, hat man auf jeden Fall eine unvergessliche Reise vor sich – und danach wahrscheinlich Schulden in Höhe eines Einfamilienhauses in München-Bogenhausen.

Diese und ähnlich spannende Reiserouten haben wir uns über die letzten Monate also überlegt und sie alle wieder verworfen, meist aus dem immer gleichen Grund: zu teuer. Wir haben davon geträumt, von Moskau nach Peking mit der Transsibirischen Eisenbahn zu fahren, die Seidenstraße mit dem Fahrrad abzufahren, ganz Indien und Südostasien mit Neuseeland und den Amerikas zu kombinieren – ich sage euch, die Welt ist ein schöner Ort.

Vielleicht doch lieber eine Amerikareise?

Die erste wirklich gute Idee, die wir hatten, war, dass wir von unserem Plan der Weltumrundung vorerst Abstand nehmen sollten und uns vielleicht erst einmal einen Kontinent vornehmen sollten, der uns beide schon immer fasziniert: Amerika. Wir hatten uns überlegt, in Kanada mit einem Working Holiday zu starten, dann von Vancouver die Westküste Richtung Süden zu fahren, bis uns das Geld ausgeht. Idealerweise wäre das dann in Feuerland passiert.

Dieser Plan schien umsetzbar: Klar hat man mit Kanada und den USA zwei sehr teure Länder gleich zu Beginn, aber immerhin kann man in einem davon arbeiten. Die Staaten wären dann einfach in drei bis vier Wochen bereist worden, mit viel Couchsurfing und Fastfood. Ab Mexico wären die Kosten drastisch gesunken: Zentralamerika ist eine der günstigsten Regionen der Welt – leider auch eine der gefährlichsten. Aber um Länder wie Honduras hätten wir ja einen Bogen machen können. Sollten wir es tatsächlich nach Südamerika schaffen und wir immer noch Geld haben, wollten wir dann noch spontan überlegen, ob wir den Sprung über den Pazifik nach Neuseeland doch noch machen.

Hurra, wir hatten unsere erste funktionierende Route! Wir gingen gleich daran, uns für das kanadische Visum zu bewerben. Wie es uns dabei ergangen ist, lest ihr hier.

2 Responses to Routenplanung einer Weltreise

  1. Ja, die Routenplanung war bei uns auch nicht einfach, aber hat unglaublich Spaß gemacht. Schaut doch auch mal bei uns im Blog vorbei 🙂

    Grüße von http://www.one-million-places.com

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